Categories
Archive

Die Aktfotografie, der schmale Grad zwischen Kunst und Pornografie

Der Akt, also die Darstellung eines teilweise oder gänzlich nackten Körpers, ist eine sehr alte und klassische Form der Kunst, die bereits in den frühen Hochkulturen wie beispielsweise den Ägyptern, auf Kreta oder auch in Indien bekannt war. Zu dieser Zeit war die Fotografie längst noch nicht erfunden, also zeichneten begabte Künstler die ästhetischen Kunstwerke.

Als die ersten Verfahren für die Fotografie erfunden wurden, verhinderten die langen Belichtungszeiten noch in vielen Fällen das Abbilden von Menschen, viel Geduld und Körperbeherrschung war gefragt, um in dieser Zeit vollkommen regungslos zu stehen oder zu sitzen. Erst als verbesserte Techniken und Verfahren auf den Markt kamen, wurden Portraitaufnahmen und somit auch Aktaufnahmen ermöglicht.

Der Grad zwischen Kunst und Pornografie ist in vielen Fällen bei der Aktfotografie sehr schmal. Der Akt, ganz gleich, ob es sich um einen Vollakt oder um einen Halbakt handelt, dient in erster Linie darin, die erotische Ausstrahlung und die natürliche Schönheit eines Menschen zu dokumentieren. Sicherlich ist das Moralempfinden eines jeden einzelnen ausschlaggebend, ob er das Bild eines unbekleideten Menschen nun als Kunst empfindet, oder ob er es als eine pornografische Darstellung einordnet. Die Aktfotografie, die erotische Fotografie und auch die Pornografie haben viele gemeinsame Berührungspunkte. Kernpunkt ist sicher der, dass auf allen Bildern erotische Motive dargestellt werden. Grundsätzlich gilt die Aktfotografie ebenso wie das Portraitieren eines Menschen als die Hohe Schule der Fotografiekunst. So bedarf es seitens des Fotografen nicht nur das Vorhandensein der benötigten Fertigkeiten, sowie einen geschulten und ausgereiften Umgang mit dem Licht, das als ein wichtiges Gestaltungsmittel eingesetzt wird, eine Portion Kreativität, ein wenig Mut, auch einmal Neues zu wagen und die Fähigkeit, zu seinem Model eine entsprechende Basis aufzubauen. Die Fähigkeit zur Kommunikation ist für die fast schon intim zu nennende Beziehung zwischen Model und Fotograf von großer Wichtigkeit. In der Aktfotografie wird bei den Aufnahmen, die häufig einen perfekten weiblichen Körper zeigen, auf Farbe verzichtet. Auf diese Weise kann in dem Bild eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen werden, die den Akt noch weiter von der Pornografie, die das Ziel hat, den Betrachter auf sexuelle Weise zu erregen, abgrenzt. Ein Akt ist eine vollkommene Darstellung von Harmonie, Schönheit und Natürlichkeit.

Wie bei allen Dingen gibt es auch bei der Aktfotografie feste Regeln, und so wird in der Regel zwischen beiden Parteien, also zwischen Model und Fotograf ein Modelvertrag abgeschlossen. In diesem Vertrag sind alle Dinge wie beispielsweise die Rechte zur Veröffentlichung oder das Honorar und ähnliches geregelt.