Unser Grillabend im Fotobuch

Verwandte aus den Niederlanden waren bei uns zu Besuch, und zur Begrüßung hatten mein Mann und ich uns entschlossen, einen Grillabend zu veranstalten. Diese Verwandten, die da kommen sollten, waren ein Cousin meines Mannes, seine Frau und seine beiden Kinder. Das letzte Mal gesehen hatten wir uns vor mehr als drei Jahren. Sie waren sehr nett, alle vier, und so war es ein reines Vergnügen, den Gasgrill auszupacken, einzukaufen und alles für die Ankunft vorzubereiten. Ich dachte ein wenig über die kommenden Tage nach, da fiel mir ein, dass ich ja heute die Digitalkamera auspacken könnte, um einige Fotos zu machen. Noch morgen Vormittag konnte ich ein Fotobuch bestellen; so hatten die Lieben aus Holland bei der Abreise schon einen Schatz an Fotoerinnerungen im Reisegepäck.

Schlafen würden die Verwandten bei meinen Schwiegereltern, die zwei Gästezimmer, eines sogar mit Wasserbett, zur Verfügung hatten. Ich ließ kurz alles stehen und liegen, und fuhr dorthin, um auch hiervon ein Foto für das Fotobuch zu bekommen. Es sollte ja alles komplett sein. Kaum war ich mit der Vorbereitung für das Grillen fertig, hupte es auch schon vor der Haustüre. Ein überschwänglicher Empfang war schon beinahe Sitte. Der Cousin hatte Wert darauf gelegt, dass die Kinder die deutsche Sprache mit erlernten, und auch seine Frau sprach ausgezeichnet. Verständigung war also kein Problem. Sofort gingen wir in den Garten. Die Kinder waren groß geworden und verstanden sich auch auf Anhieb wieder mit den unseren. Von den lustigen Szenen, die sich hier abspielten, machten mein Mann, den ich in meinen Plan vom Fotobuch eingeweiht hatte, und ich, einige Fotos. Beim Bilderservice gab es bestimmt auch für uns einige Fotoabzüge, die wir uns dann aufheben konnten. Mal sehen, wenn ein besonders gelungenes Bild dabei ist, würden wir es sogar im Wohnzimmer zu den anderen Fotorahmen mit Bildern aus der Familie dazu hängen.

Der restliche Tag war ein Mix aus Schlemmerei am Rande des Gasgrills und Erinnerungen, Erzählungen und viel Gelächter. Nach einigen Aufnahmen beendete ein Gruppenfoto, das ich mit Selbstauslöser aufnahm, die Fotosession. Gesättigt vom Fleisch und von den Würstchen, mit leuchtenden Augen von der netten Unterhaltung: Es waren acht zufriedene Menschen, die hier in die Kamera blinzelten. Als ich mich am nächsten Tag an den PC setzte, um die Fotos zu sichten, freute ich mich noch mehr auf die folgenden 14 Tage, in denen wir mit unseren niederländischen Verwandten Einiges unternehmen wollten.

Das Fotobuch war in kurzer Zeit erstellt. Ich hatte mir schon lange die Software eines Anbieters heruntergeladen, die ich auch immer wieder nutzte, um Fotogeschenke anfertigen zu lassen, oder eigene Digitalfotos entsprechend in die verschiedensten Formen zu bringen. Wie ich es gewohnt war, war das Päckchen vom Fotoservice innerhalb weniger Tage da. Das Fotobuch wollte ich den Holländern aber erst am letzten Tag bei uns überreichen. Nach wirklich lustigen zwei Wochen war der Moment des Abschiedes gekommen. Der Bildband wurde übergeben und war, wie erwartet, ein Volltreffer. Wir versprachen uns noch, uns jetzt öfter zu sehen und auch den Mailkontakt etwas auszubauen. Unser nächster Sommerurlaub geht mit Sicherheit nach Holland, und auch davon wird es bestimmt ein Fotobuch geben.